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Di-Do: 9-12 & 13-16 Uhr | Fr: 9-12 Uhr – 0361 264650

MontagsMoment | 05.10.2026

Liebe CVJM-Community,

Manchmal fühlt es sich so an, als müsste ich es allen recht machen: immer erreichbar sein, überall mitmachen, nichts ablehnen. Ist es nicht egoistisch, wenn ich merke, was mir guttut und was mir zu viel wird? Ein klares „Nein“ ist ein vollständiger Satz. Ich kann ehrlich und liebevoll sein – zu anderen und zu mir selbst.

Ein Gespräch über ein Seminar zum Meistwerk im November hat mich daran erinnert, woher das mit gesunden Grenzen kommt und wie wichtig es ist. 

Aus der Bibel kann ich dazu immer wieder lernen. Jesus zeigt, dass Rückzug und Grenzen zum Leben gehören. Als viele Menschen ihn suchten, ließ er sich nicht einfach von jeder Erwartung bestimmen. Er nahm sich Zeit zum Beten und wusste, was seine Aufgabe war:

„Wir müssen auch noch in die umliegenden Ortschaften gehen, um dort die rettende Botschaft zu verkünden. Das ist meine Aufgabe.“ – Markus 1,38 

Jesus’ Grenzen waren keine Abwertung der Menschen. Sie halfen ihm, aus seiner Beziehung zum Vater heraus, zu leben und seinen Auftrag im Blick zu behalten. Auch du darfst innehalten, nachdenken und sagen: „Das schaffe ich gerade nicht“ oder „Das fühlt sich für mich nicht richtig an.“ Grenzen können Beziehungen schützen und Raum schaffen für das, was wirklich wichtig ist.

Ich darf immer wieder neu lernen, dass mein Wert nicht davon abhängt, wie viel ich leiste oder ob alle mit mir zufrieden sind. Jesus begegnete Menschen mit Würde – auch denen, die andere übersahen oder abstempelten. Und wer Jesus vertraut, darf sich als von Gott angenommen wissen:

„Seht doch, wie groß die Liebe ist, die uns der Vater erwiesen hat: Kinder Gottes dürfen wir uns nennen, und wir sind es tatsächlich!“ – 1. Johannes 3,1

Diese Identität musst du dir nicht verdienen. Sie ist ein Halt, wenn du dich vergleichst oder unter Druck fühlst. Von diesem Halt aus kannst du lernen, dich selbst ernst zu nehmen – ohne andere kleinzumachen. Du darfst freundlich sein und trotzdem Nein sagen. Du darfst Hilfe suchen, wenn deine Grenzen nicht respektiert werden. Und du darfst Schritt für Schritt entdecken, was dir guttut und wer du in Gottes Augen bist.

Gesegneten Wochenstart

Nicole

Challenge: Schau doch mal in unser Seminarangebot fürs Meisterwerk am 7.11. Da kannst du zum Beispiel das Thema Gesund Grenzen setzen finden. 

 

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MontagsMoment | 28.09.2026

Liebe CVJM-Community,

letzte Woche war ich bei einem zweitägigen Arbeitstreffen. Neben der langen Agenda an Thema habe ich etwas Überraschendes erlebt. Es waren für mich zwei starke Tage in geistlicher Gemeinschaft. Tage voller Gespräche, Gebet, Lachen, ehrlicher Fragen und neuer Ermutigung. Dabei ist mir wieder bewusst geworden, wie wichtig es ist, den Glauben nicht allein zu leben.

Natürlich kann man mit Gott auch allein Zeit verbringen. Wir dürfen beten, die Bibel lesen und Jesus im persönlichen Alltag nachfolgen. Auf Dauer wird es im Wachstum nicht reichen.  Gott hat uns nicht als Einzelkämpfer geschaffen. Christlicher Glaube wächst dort, wo Menschen miteinander unterwegs sind: wo wir uns gegenseitig ermutigen, füreinander beten, Zweifel ansprechen und gemeinsam entdecken, was es bedeutet, Jesus nachzufolgen.

Ich beobachte, dass einige sich zurückgezogen haben und ihren Glauben privat leben. Vielleicht auch, weil ihre Erfahrungen in Gemeinschaft und Gemeinde nicht gut waren.

Doch die Bibel zeigt uns, dass Gemeinde aus Menschen mit unterschiedlichen Geschichten, Fragen und Schwächen besteht. Gerade deshalb brauchen wir einander. Unser Gegenüber zeigt uns, unsere Schwächen auf oder hilft, Gottes Wort besser zu verstehen. Wachstum ist in Gemeinde möglich. Wir bekommen neue Perspektiven, werden getragen, wenn es schwierig wird, und dürfen selbst für andere zum Segen werden.

Jesus verspricht: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“ (Matthäus 18,20)

Vielleicht bist du bisher nur selten in einer Gemeinde oder fühlst dich dort noch fremd. Dann mach den ersten Schritt: Sprich jemanden an, besuche einen Gottesdienst, eine Jugendgruppe oder einen Hauskreis. Warte nicht darauf, dass Gemeinschaft von allein entsteht.

Einen gesegneten Wochenstart
Nicole

Challenge: Suche dir in den nächsten Tagen eine christliche Gemeinschaft und nimm bewusst Kontakt auf. Geh hin und bleib offen.

Gemeinschaft, Gemeinde, Glauben, Alltag, Leben

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MontagsMoment | 21.09.2026

Liebe CVJM Community,

am Mittwoch dieser Woche beginnt nun zum zweiten Mal in diesem Jahr der Herbst. Diesmal ist es der meteorologische Herbstanfang. Im Unterschied zum kalendarischen Herbstanfang (am 1.9.) haben wir am 23.9. die „Tag-und-Nacht-Gleiche“. Dabei sind Tag und Nacht jeweils 12 Stunden lang. Um das Durcheinander noch größer zu machen, gibt es als drittes noch den „phänologischen Herbstanfang“. Dieser ist an kein Datum gebunden, sondern richtet sich nach der Natur. Entsprechend kann er jedes Jahr anders sein, da er von natürlichen Bedingungen des Wetters und deren Auswirkungen abhängig ist. Man spricht vom Frühherbst, wenn Holunder und Esskastanien reif sind, vom Vollherbst bei der Kartoffelernte und Laubverfärbung und vom Spätherbst, wenn das Lauf von den Bäumen fällt.

Mir persönlich ist letztere Einteilung am liebsten. Sie ist nicht starr an ein Datum gebunden, sondern dynamischer und irgendwie natürlicher. Ich erlebe auch, dass in unterschiedlichen Gegenden die Jahreszeiten sehr unterschiedlich beginnen. Wenn ich unterwegs bin, dann gibt es Regionen, wo das Laub stärker verfärbt ist als in anderen Gegenden. Gottes Schöpfung lässt sich nicht in eine Schublade stecken oder an irgendwelchen Fixpunkten festmachen. So unterschiedlich, wie sich Gott in seiner Natur offenbart, erleben wir ihn auch als Menschen. Jeder Mensch macht seine ganz persönlichen und individuellen Erfahrungen mit ihm. Ich finde das spannend. 

Ich wünsche dir möglichst viele Erfahrungen mit unserem wunderbaren Schöpfergott in dieser beginnenden Woche.

Öffne deine Ohren und dein Herz, und lass dich von ganz unterschiedlichen Glaubenserfahrungen anderer Menschen inspirieren und stärken.

Dieses wünscht dir ganz herzlich 
Friedbert Reinert

 

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MontagsMoment | 14.09.26

Liebe CVJM-Community, 
 
wer mag keine Geschenke? Ich liebe es, beschenkt zu werden.
 
Immer weniger liegt mir an „materiellen“ Geschenken oder Geschenken zu irgendwelchen Anlässen. Besonders liebe ich überraschende Geschenke, wie ein Kompliment, ein frohes Lächeln oder eine Nachricht von einem lieben Menschen. Und ich mag „Geschenke-Momente“, Vogelgezwitscher, einen Sonnenstrahl oder eine duftende Blume am Wegesrand. Ich spüre dann Freude und Dankbarkeit für das Erlebnis. Und außerdem freue ich mich, dass ich es wahrgenommen habe. 
 
Ich erlebe diese Freude, weil ich meine Aufmerksamkeit unbewusst auf diese Dinge gelenkt habe. Aber war es wirklich unbewusst? Wer lenkt denn meine Aufmerksamkeit? Wer bestimmt, was ich entdecke und was meiner Aufmerksamkeit entgeht?
 
Ich habe die Erfahrung, dass ich mich aktiv für „Geschenke-Momente“ öffnen kann. Das gelingt mir, wenn ich innehalte und versuche wahrzunehmen, was im Moment geschieht. Das sind dann Augenblicke ohne to-do-Liste, ohne Sorgen und Probleme. Und schwupp, ist meine Aufmerksamkeit bei einer startenden Fliege, ich rieche einen speziellen Duft oder ich höre eine schöne Melodie. Freude und Dankbarkeit erfüllt mich. Und ich staune diese Dinge gerade jetzt gezeigt zu bekommen…
 
Kennst du die Freude über „Geschenke-Momente“?
Suchst du sie bzw. öffnest du dich dafür? 
 
Viele dieser Momente wünscht dir diese Woche Otmar

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MontagsMoment | 31.08.26

Liebe CVJM Community,
 
Kurz nachdem wir losliefen, hörte ich den Donner. Hätten wir aus Vorsicht gehandelt, wären wir zum Auto zurückgekehrt. Doch wir wollten dem Frust und der Hitze entgehen. Wir baten Gott um Schutz und gingen weiter bergauf. Ich machte mir dennoch Sorgen, der Weg würde uns bald über Weiden führen und das Gewitter klang noch nicht ab. Aber sobald wir die Weiden erreichten, war vom Gewitter war keine Spur: es begann zu regnen. Als wir am Berghaus, unserem Ziel ankamen und die Weitsicht genossen, öffneten wir eine Tüte Chips und freuten uns über Gottes Zusagen.

Aber es gibt auch die Gleichzeitigkeit und die Sorgen, die über Momentaufnahmen hinausgehen. Während ich mit großer Dankbarkeit auf diesen Sonnabend zurückblicke, schaue ich auch mit Besorgnis, ja mit ein wenig Furcht und Zittern in die Zukunft. Es macht mir Angst, welche Entwicklung unsere Gesellschaft nimmt, die sich immer weiter spaltet und welchen Stimmen so viel Gehör verschafft wird.

Am Morgen darauf sangen wir im Gottesdienst das Lied, dessen Text Dietrich Bonhoeffer wenige Monate vor seiner Ermordung 1945, schrieb. „Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost was kommen mag“, heißt es dort. Die meisten von euch kennen den Liedinhalt. An diesem Sonntag berührte er mich tief. Gleichzeitig ist mir auch bewusst geworden, was ich da singe: „Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern, des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus deiner guten und geliebten Hand.“ Das reicht über mein Erleben hinaus, das passt nicht mit den Bergwiesen, dem friedlichen Gottesdienst oder der behüteten Kindheit, aus der ich gerade so herausgewachsen bin zusammen. Ich bin im höchsten Maß herausgefordert und gleichzeitig getröstet durch dieses Sprachbild, das sagt: auch wenn das nicht mein Erleben ist oder sein wird, alles liegt in Gottes „guter und geliebten Hand“. 
 
Euer Konstantin Stawenow
 
Challenge: Welche Gleichzeitigkeit gibt es in deinem Leben? Wie erlebst du Gott darin?
 
 

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