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CVJM – WARUM ES UNS EIGENTLICH GIBT

| Jörg Stawenow | Landesverband

Beim CVJM ist Name Programm – über verschiedene Generationen sind junge Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen unterwegs, um Gemeinschaft zu erleben und im Glauben zu wachsen. Auch wenn beide Landesverbände an unterschiedlichen Punkten stehen, heißt es immer wieder, sich neu zu hinterfragen, die nächste Generation in den Blick zu nehmen und junge Menschen für Mitarbeit zu begeistern.

Festhalten und Loslassen

Die Grundlage ist die biblische Botschaft Der CVJM Thüringen hat sich den Namenszusatz Evangelisches Jugendwerk bewahrt, nicht nur als Etikette, sondern auch als Programm. Evangelisch bedeutet für uns, wir gehören zu Jesus Christus. Vom Wortsinn her: Wir sind auf das Evangelium, auf die frohe, befreiende Botschaft von Jesus Christus bezogen. Glaube und Nachfolge geschieht auf der Grundlage der biblischen Botschaft, die wir gehört haben und die uns auf unterschiedliche Weise vermittelt wurde.

Seit der Gründung des Thüringer Verbandes, also seit 133 Jahren, lebt der CVJM vom Engagement der Mitarbeitenden und der Mitglieder, die aus zwei Linien in die Arbeit kommen. Zum einen sind im CVJM Thüringen immer junge Menschen aus unserer Arbeit in den ehren- und in den hauptamtlichen Dienst gekommen. Zum anderen bereichern uns Menschen, die aus einen anderen CVJM oder aus einem anderen christlichen Werk hier in Thüringen mitarbeiten. In der Zeitspanne der drei Jahrzehnte, in denen ich im CVJM mitarbeiten darf, gab es die unterschiedlichsten Herausforderungen. Wir leben im Spannungsfeld zwischen dem Bewährten, welches wir gern festzuhalten wollen und den neuen Ideen, die entsprechende Ressourcen fordern. Wir brauchen immer wieder Mut Neues zu beginnen und auch Mut Arbeitszweige zu beenden. Letzteres fällt uns im CVJM Thüringen schwerer.

Nach der politischen Wende 1989 entstand die Vision oder vielleicht eher unser Wunsch: Viele örtliche CVJM Vereine gründen! Dies ist leider nur bedingt geschehen. In den nur knapp 20 Mitgliedsvereinen haben wir zum Teil große Probleme in Gruppen, Projekten und Vorständen die nächste Mitarbeitergeneration aufzubauen.

Hier merken wir wieder, der CVJM Thüringen hat sich immer aus Engagierten Einzelpersonen zusammengesetzt. Die aktiven und verlässlichen Beziehungen sind meist durch Mitarbeit in Projekten des Landesverbandes entstanden, weniger durch die jeweilige strukturelle Verbindung mit den Ortsvereinen. Der Wunsch ein reiner »Landesverband von Ortsvereinen« zu werden hat nicht funktioniert. Gern nehmen wir die Aufgabe, ein gutes Gegenüber für die örtlichen Gruppen und Vereine zu sein war. Mitarbeitende in ihrer örtlichen Tätigkeit zu stärken bleibt ein wichtiger Arbeitszweig.

Wo wir aber deutlicher Zuspruch und Segen erfahren, sind die Maßnahmen, die wir landesweit durchführen. Der Landesvorstand und die Delegiertenversammlung hat deshalb den Focus für die nächsten vier Jahre auf die Gewinnung und Stärkung von Mitarbeitenden gesetzt, statt daran festzuhalten, in Thüringen eine flächendeckende Struktur von Ortsvereinen und Gruppen zu fördern. Dies klingt sehr ernüchternd, war aber ein langer geistlicher Prozess, um zu erkennen, wo Gott uns mit unseren Gaben und Talenten haben will. Wir hoffen und beten, dass so Engagierte vor Ort Arbeit fröhlich beginnen oder diese stärken. Vielleicht ist dies ein Neustart für die CVJM Arbeit in diesem Jahrzehnt.


 Dies ist ein Artikel aus dem aktuellen CVJM Magazin. Das kannst du online lesen  oder auch kostenfrei zu Hause lesen.

Die Zukunft gemeinsam gestalten

| Nicole Fraaß | Landesverband

Am 11. September haben wir uns als CVJM Thüringen zum CVJM Tag in Erfurt getroffen. Erstmalig wurde die Delegiertenversammlung und die DankeschönParty zusammengelegt.
Wir sind dankbar, das 75 verschiedene Gesichter diesen Tag geprägt und erlebt haben.
Gestartet sind wir mit der Delegiertenversammlung, indem nicht nur dankbar der Vorstandsbericht und die Rechnungsprüfung entgegengenommen wurde, sondern ein neuer Vorstand gewählt wurde. Wir freuen uns über jungen und weiblichen Wind im Vorstand. Das Durchschnittsalter von 35 Jahren steht dem Vorstand eines Jugendverbandes sehr gut.
Zum Vorsitzenden wurde Friedemann Seidenspinner wieder gewählt. Erstmals als stellvertretender Vorsitzender wird Olaf Schnarr arbeiten. Marco Pfeffer wurde ebenfalls als Schatzmeister wieder gewählt. Neu im Vorstand sind die fünf Beisitzerinnen und Beisitzer: Ruth Eggert, Darius Eis, Tina Göltzner, Markus Keul und Emily Wank.
Nach dem Mittagessen gab es starke Impulse und Workshops, um das Zukunftsbild des CVJM in verschieden Facetten auszumalen.
Geistlicher Mittelpunkt und Start der DankeschönParty für unsere ehrenamtlich Mitarbeitenden und Communitymitglieder war der Gottesdienst um 17 Uhr. Danach gab es ein Festmahl und viel Zeit zum Plaudern und Kennenlernen.
Mit einem Überraschungsprogramm von manchem Freizeitteam wurde die Party abgerundet.

Als CVJM sind wir dankbar für jede und jeden Einzelnen, der sich dieses Jahr bei Freizeiten, Seminaren und Camps eingebracht hat, um Kindern und Jugendlichen eine unvergessliche Zeit zu schenken und ihr Glaubensleben zu prägen.

CVJM Vorstand 2021

MontagsMutMacher | 13.09.2021

| Lydia Günther | MontagsMutMacher
Liebe CVJM-Community!

Erstens kommt es anders …

… und zweitens als man denkt. Dieser Spruch begleitet mich nun schon 20 Jahre lang, seit ich ihn in einer Zeitung gefunden, ausgeschnitten und an meine Tür geklebt habe. Damals hatte ich gerade meine zweite autoimmune Stoffwechselerkrankung diagnostiziert bekommen und musste neben der körperlichen Erholung auch meine Seele neu ausloten. Und das als 15jährige, kreative und lebenshungrige Jugendliche… 

Seit dieser Zeit ringe ich mit meinen Grenzen. Ich bin ein sehr disziplinierter und perfektionistischer Mensch, auch und besonders was meine Gesundheit betrifft. Und doch habe ich so oft Gefahren und Anzeichen von körperlicher Grenzüberschreitung missachtet. Warum? Weil ich es eben manchmal satt hatte. Dieses ständige messen und kontrollieren, abwiegen und schätzen, spritzen und Tabletten schlucken. Vor allem dann, wenn trotz aller Disziplin die Werte aus dem Lot gerieten. Gott hat mich in diesen Jahren sehr oft aus dem Schlamassel gerettet. Das weiß ich jetzt. Damals war ich einfach nur stinkwütend auf Ihn. Warum immer ich? 2021 09 13 MMM 2 min

In Zeiten, wo ich besonders kämpfen muss, sehne ich mich nach Mutmachern. Nach jemandem, der meine Ängste, meine Sorgen und meine Wut nicht bagatellisiert, sondern mich wirklich aufbaut. Jemand, der mir die Hoffnung zurückgibt, der mir zeigt, dass mein Leben lebenswert ist und ich geliebt werde. Lange habe ich diesen Zuspruch von Menschen erhofft und bin nicht selten enttäuscht worden. Aber es gibt einen Ort, an dem ich auftanken kann. Wo ich weiß, dass mir immer jemand zuhört, egal was ich zu sagen habe. Sogar wenn ich keine Worte mehr finde. 

Ich wünsche dir, dass du Gott in der kommenden Woche als genau diese Kraftquelle erlebst.

Eure Mareike Lerche

Challenge:
Lege ihm alles hin, deine Ängste, deine Unzufriedenheit, deine Enttäuschungen und deine Bedürfnisse. Und dann kommt es eben anders. Aber sehr oft besser als man denkt.

MontagsMutMacher | 06.09.2021

| Lydia Günther | MontagsMutMacher

Liebe CVJM-Community!

Jedes Semester das Gleiche. Prüfungen stehen vor der Tür und ich habe keine andere Wahl als mich tagelang in meinem kleinen dunklen Zimmer einzusperren und zu lernen. Und jedes Semester wieder ärgere ich mich, dass ich nicht schon früher mit dem Lernen angefangen habe.

Auch wenn nicht jeder genau diese Situation kennt wie ich sie eben beschrieben habe, so kennt doch jeder dieses Gefühl:
Ein scheinbar unendlich großer Berg an Aufgaben hat sich direkt vor einem aufgetürmt und egal wie viel man tut, egal wie fleißig man die Aufgaben abarbeitet, der Berg scheint doch nur immer weiter zu wachsen. Man fühlt sich nach und nach von seinen eigenen Aufgaben erdrückt. 
In solchen Momenten denke ich gerne an einen bestimmten Bibelvers:2021 09 06 MMM 2 min

„So spricht der Herr: Gleichwie ich über dies Volk all dies große Unheil habe kommen lassen, so will ich auch alles Gute über sie kommen lassen, das ich ihnen zugesagt habe.“
Jeremia 32,42

Arbeit und alltägliche Aufgaben als Unheil zu bezeichnen wäre von mir wahrscheinlich etwas überdramatisiert. Aber worauf ich aufmerksam machen will, ist das Wissen, das nach einer schweren Zeit, so lange sie auch anhalten mag, immer wieder eine schöne Zeit kommt. Gott ist sich dessen bewusst, dass der Alltag überfordernd sein kann und wir uns manchmal davon erschlagen fühlen. Er verspricht uns aber, dass man auch immer wieder Gutes erleben wird. Außerdem wird uns zugesichert, dass wir von ihm unterstützt werden. Genau diese Unterstützung fühlt man oft erst im Nachhinein, wenn man zurückblickt. Nicht selten merke ich selbst, dass Dinge oft leichter waren als zuerst gedacht.

Falls vor dir gerade eine stressige und gefühlt unendlich anstrengende Woche liegt, dann hoffe ich, dass dir dieser Vers weiterhilft.

Euer Clemens Hartmann

Challenge:
Überlege wann für dich das letzte Mal eine Situation/Aufgabe im Nachhinein viel einfacher war als ursprünglich angenommen. Drücke danach deine Dankbarkeit im Gebet aus, für die Kraft die dir geschenkt wurde, um deine Situation/Aufgabe zu bewältigen.

MontagsMutMacher | 30.08.2021

| Lydia Günther | MontagsMutMacher

Liebe CVJM-Community! 

Momente der Ruhe im Alltag finden – manchmal gelingt mir das schon sehr gut, aber dann gibt es wieder Wochen, in denen ich das ganz gerne mal vergesse. 

Als ich am Wochenende vom Teencamp in Hoheneiche nach Hause kam, fühlte ich mich so entschleunigt wie lange nicht mehr. Dort stand Gott die ganze Zeit in unserer Mitte und schenkte uns Ruhe und Gelassenheit. Ich hätte nicht gedacht, dass der Alltag mich so schnell wieder einholt.2021 08 30 MMM 2 min
Die ganze Woche vollgepackt mit Diensten im Nebenjob, nebenbei noch eine Hausarbeit für mein Studium schreiben und Freunde und Familie wollen mich auch nochmal sehen, bevor es in zwei Wochen für mich nach Spanien auf Pilgerreise geht. Von der Planung dieser ganz zu schweigen. Achja und Atmen zwischendrin nicht vergessen. Puh.
In meinem Kopf wird in solchen Zeiten dann schnell die Frage laut, wie ich das alles schaffen soll und wann da noch Zeit für mich bleibt. 

Mir fällt dann meist eine Bibelstelle ein. Jesus lädt uns in Matthäus 11, 28 zum Aufatmen ein. „Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.“ Er wendet sich an all die Menschen, welche vom Stress im Alltag und der daraus wachsenden Verantwortung geprägt sind. Die von der Angst, nicht jedem oder jeder gerecht werden zu können, oder auch von den eigenen Ansprüchen unter Druck gesetzt werden. 

Bei Jesus können wir Ruhe finden. Wir können unsere Sorgen und Lasten bei ihm niederlegen. Er stärkt uns und mit ihm zusammen können wir turbulente Zeiten überstehen. Mit ihm zusammen kann ich das alles schaffen. Deshalb lohnt es sich vor allem in den Momenten, in denen man denkt, keine Zeit zu haben, immer mal wieder mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Ich wünsche Euch eine ruhige Woche!

Eure Pia Steinbrücker 

Challenge:
Nimm dir diese Woche bewusst Zeit für einen Moment der Ruhe.


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